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Tag 9 - Sudbury

Tag 9 - Sudbury

Von Huntsville aus machen wir uns auf den Weg zur nächsten Station. Laut google maps sind es 280 Highway-Kilometer. Wir möchten aber lieber querfeldein fahren, also Highway ausschalten und schwupp sagt das Navi, dass es 1500 km werden. Wir sind begeistert und nehmen also doch die Highways. Wir arbeiten uns mit den erlaubten 80km/h Richtung Nordwesten. Auf so perfekt ausgebauten Straßen so langsam fahren zu müssen, ist schon wirklich eine Strafe für uns. Wir vertreiben uns die Zeit aber mit der Elchsuche. Die Strecke zieht sich ewig durch Wälder, wird aber felsiger, teilweise sind wir auf beiden Seiten der Straße von Felsen umgeben.

Wir stehen in einer Baustelle. Mitten in die Felslandschaft wird eine Straße reingesprengt. Eine nette Dame mit Bauhelm helt uns ein Stoppschild vors Auto und kaum stehen wir, explodiert knapp 100 Meter vor uns ein Teil des Felsens. 2 Bulldozer fahren hin, schieben die Steine beiseite und dann können wir durchfahren. In Gedanken gehen wir gerade die ganzen Absperrungen durch, die in Deutschland dafür nötig gewesen wären. Martin meint, das war so nah dran, dass man einen Tennisball reinwerfen konnte. Also bei ihm hätte das wahrscheinlich geklappt, mein Ball wäre wohl im Bulldozerfenster gelandet und hätte Kira geworfen, wäre die Dame mit dem Stoppschild außer Gefecht gesetzt worden.

Wir fahren aber weiter, ohne jemanden zu verletzen oder überdurchschnittlichen Schäden anzurichten und kommen in Sudbury an. Diese Stadt unterscheidet sich in so ziemlich allem von vorherigen Orten, die wir besucht haben. Sudbury ist eindeutig eine Arbeiterstadt, viele Hochhäuser stehen etwas mitgenommen aus. Unser Motel ist ok, liegt wie üblich direkt an einer vierspurigen Straße. Zu Fuß, es sind immernoch fast 30 grad, machen wir uns auf Richtung Wasser, da sieht es, wie in allen bisherigen kanadischen Parks extrem sauber und gepflegt aus. Es ist drückend schwül und etwas blauäugig gehen wir weiter nach Downtown, auf der Suche nach einem Eiskaffee. In der City sind wir dann beide leicht geschockt, die Innenstadt besteht aus einer Mall, einem Busbahnhof und mehreren Auffangbecken der Heilsarmee. 90 Prozent der Menschen sehen so aus, als hätten sie mit dem Leben schon abgeschlossen, ausgehungert, abgewrackt. Viele Menschen haben amputierte Beine. Auch die Mall zeigt, dass wir nicht gerade im reichsten Teil des Landes gelandet sind. Während in anderen Städten die Malls alle üblichen Markenläden vertreten waren, gibt es in Sudburys Mall nur Ramschläden, Klamotten für pfennigbeträge und ähnliches. Das Durchschnittsalter leiegt in der Mall so bei 65, 70 schätzen wir. Die Innenstadt selbst hat nichts weiter, was man sich anschauen könnte. Die Stimmung ist merkwürdig, vielleicht sehen aber auch wir das nur so. Aber wir fühlen uns einfach nicht wohl, nicht sicher und machen uns auf den direkten, am Highway entlangführenden Weg zurück ins Hotel. Dort forschen wir etwas nach zum Thema Arbeitlosenquote und so weiter, stellen fest, dass die Quote bei 7 Prozent liegt, fragen uns aber auch, wieviele der Menschen hier tatsächlich von ihrem Einkommen leben können.
16.8.14 18:52
 
Letzte Einträge: Tag 10 - Sudbury Umland -, Tag 11 - Killarney Park -, Tag 12 - Mit der Fähre Richtung Bruce Peninsula -, Tag 13 bis 17 - Owen Sound und Umgebung -


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