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Tag 13 bis 17 - Owen Sound und Umgebung -

Tag 13 bis 17 - Owen Sound und Umgebung -

Es regnet. Ich nutze die Chance und gehe meine inzwischen 1000 Fotos zur ersten Sichtung durch. Um 11 wird Martin hibbelig und wir ziehen los. Rund um Owen Sound gibt es mehrere kleine Wasserfälle, einen davon schaffen wir, bevor wir uns bei Pizza Hut aufs Buffet stürzen. 7,99$ plus MwSt das sind umgerechnet so knapp 5 oder 6 €. Dafür gab es Pizza, Pasta, Salat etc. Es war saulecker, nur einer von uns beiden hat sich bei dem Angebot komplett überfressen. Wir fahren noch ein wenig in der Gegend rum, durchstöbern den ein oder anderen Sportladen und landen dann später beim Kino. Ist einfach zu günstig hier und in Berlin kommen wir ja eh wieder nicht dazu. Wir schauen die Expendables und sind schon etwas schadenfreudig, weil der Film in Deutschland noch gar nicht läuft. Diesmal brauchen wir nach dem Film auch nicht wieder ewig mit dem Auto anstehen.

Die nächsten Tage wechselt das Wetter kontinuierlich. Wir erwandern die Gegend, schauen uns im NachbarOrt ein BaseballSpiel an, unterhalten uns mit einem Rentner aus der Gegend über die Entwicklung der Region in den letzen Jahrzehnten und bringen so auch die Tage schnell um. Zwischenzeitlich stellen wir noch fest, dass Martin nicht bis 5 zählen kann. Wir haben eine Nacht zu wenig in Owen Sound gebucht, und brauchen so noch eine Zwischenstation auf dem Weg zum Flughafen. Wir überlegen, ob wir noch eine Zusatznacht in Toronto machen, oder noch eine andere Richtung einschlagen.
24.8.14 21:26


Tag 12 - Mit der Fähre Richtung Bruce Peninsula -

Tag 12 - Mit der Fähre Richtung Bruce Peninsula -

Unsere nächste Station auf dem Weg zurück nach Toronto soll eine Halbinsel am Lake Huron sein. Allerdings konnten wir im Vorhinein kein Zimmer reservieren, weil die komplette Insel online ausgebucht war. Also nehmen wir die früheste Fähre in der Hoffnung, doch noch ein Hotel zu finden. Die früheste Fähre heißt 9 Uhr morgens. Unser Wecker klingelt um 4:20 Uhr und wir machen uns auf die 270 km lange Strecke von Sudbury bis zur Fähre. Und vielleicht begegnet uns im Morgengrauen ja auch endlich mal ein kleiner oder großer Elch.
Die Stimmung im Auto ist riesig:
Um 4 Aufstehen im Urlaub?
Mit dünnem Hotelzimmerkaffee ins Auto?
Auf einem komplett freien Highway 80 fahren müssen?

Yeah

Bei der Fähre gibt es dann Frühstück auf der Motorhaube und lustiges Warten bei 10 Grad Außentemperatur.
Auf der Fähre selbst sind wir dann ziemlich schnell die Einzigen auf dem Deck. Wir als Fischköppe müssen das abkönnen, sagt Martin. Also bibbern wir im Fahrtwind entspannt vor uns hin. Nach 30 Minuten darf ich dann doch rein gehen, hab Erlaubnis einen Kaffee zu trinken. Ich lasse mir Zeit und bestaune den Ausblick, kein Ufer in Sicht, wie an der Ostsee. Nach insgesamt 90 Minuten kann man dann doch mal Bäume und Felsen sehen. An Land angekommen, machen wir uns also auf Hotelsuche. Doch die komplette Halbinsel, immerhin 100 km lang, will uns nicht haben. Wir sind inzwischen in Owen Sound gelandet, ändern also unsere Pläne und suchen in der Stadt nach einem Hotel. Beim 6ten oder 7ten haben wir endlich Glück. Wir schlagen also unsere Zelte in einer kleinen Stadt am Ufer des Lake Huron auf und schauen uns ein wenig um.
24.8.14 21:01


Tag 11 - Killarney Park -

Tag 11 - Killarney Park -

Der morgendliche Blick aus denn Fenster ist ernüchternd. Regen, nix als Regen. Eigentlich wollten wir die Tage in Sudbury zum Wandern nutzen, aber das fällt wohl tatsächlich ins Wasser.

Wir machen uns trotzdem auf den Weg in den Killarney Park, hegen die minimale Hoffnung, doch noch einen der Trails machen zu können. Eigentlich war für heute "the Crack" angesetzt, knapp 6 km durch Felsengelände. Bei Regen sicher nicht die beste Idee. Wir fahren erstmal frühstücken, "messen" alle 2 Minuten die Regenstärke und diskutieren. Wie Engelchen und Teufelchen. Nur dass sie bei uns beiden auf der Schulter sitzen. Wir wollen beide wandern, wir wissen aber auch, dass es gefährlich ist, trotz vernünftiger Ausrüstung.

Irgendwann stehen wir dann auf dem Parkplatz und machen uns abmarschbereit. Die Neugierde hat die Vernunft besiegt, wir wagen uns vor.

Die ersten Meter sind einfach, quer durch den Wald, ein wenig geschützt vom Regen. Dann kommt der erste Felsenteil und wir werden etwas nervös bei dem Gedanken, dass wir den Part, der jetzt nach oben geht, später wieder abgestiegen werden muss. Inzwischen sind wir auch bis auf die Knochen durch, Bäume gibt es kaum noch.

Die Felsen überstanden kommt noch ein kurzer Waldteil, sehr entspannend. Und dann wieder Steine. Noch etwas höher, gute Vorbereitung auf den nächsten Kilometer. Der besteht dann nur noch aus Felsblöcken und wir kommen uns nun endgültig vor wie Bergziegen. Nur, wie wir wieder runterkommen sollen, wissen wir noch nicht. Wir klettern also vor uns hin und machen Scherze, so von wegen, wehe, der Ausblick ist nachher total blöd und so weiter. Dann der letzte Schritt und wir sehen....

Einmal die komplette Nässe Welt zu unseren Füßen. Naja. Oder so ähnlich. Der Ausblick ist ein Traum, soweit man das durch den Regen sehen kann. Hintergrund nur Bäume, soweit man blicken kann nur Bäume. Auf der anderen Seite gehen durch die Bäume Felsen und Wasser. Der Blick ist fantastisch und wir können uns ungefähr vorstellen, wie das Ganze bei Sonnenschein aussehen würde. Tatsächlich kommt aber von Links eine dunkeldunkle Wetterwand auf uns zu und wir geben etwas Gas, vom Berg zu kommen.

Schlitternd, rutschend und auch ein bisschen kletternd steigen wir ab. Die Füße landen in schmerzenden Felsspalten, meine Knie machen ungewünschte Bekanntschaft mit Astenden. Die Bruchkanten der Felsen sind schmerzhaft scharf, aber wir überleben es.

Nachdem wir 2 Drittel des Weges geschafft haben, kommt auf einmal die Sonne raus und ich fluche entsprechend vor mich hin. Wir überlegen, ob wir noch einmal zurück gehen zum Gipfel, entscheiden aber doch dagegen. Die Vernunft siegt, keine Lust auf eine. Lungenentzündung. Aber wir haben ja eh schon entschieden, dass wir noch einmal herkommen müssen. Der Wanderweg ist perfekt für unsere kleine Bergziege, das war uns schon nach den ersten Felsen klar. Kira wird den Weg lieben und wahrscheinlich so schnell oben sein, dass wir kaum hinterher kommen.

Wir gehen also zurück zum Auto, stellen uns noch ein paar Minuten in die Sonne um etwas anzutrocknen und machen uns dann auf den Weg zurück zum Hotel. Im Auto merken wir dann erstmal, wie nass wir eigentlich sind. Ich friere trotz vollePulleHeizung. Wir halten noch kurz an einem Supermarkt an und besorgen und Salat zum Abendbrot. Der Markt ist klimatisiert, so wie alles hier und ich klapperZitter lustig vor mich hin. Auch im Hotel, mit trockenen Klamotten wird mir den Rest des Tages nicht mehr warm.
17.8.14 16:05


Tag 10 - Sudbury Umland -

Tag 10 - Sudbury Umland -

Morgens um 4 werde ich vom strömenden Regen geweckt, oder besser von der undichten Regenrinne über unserem Fenster. Irgendwann hab ich mich an die Geräuschkulisse gewöhnt und kann weiterschlafen.

3 Stunden später regnet es immernoch. Von den 28 Grad des Vortages sind noch 11 übrig.
Wir frühstücken im benachbarten Restaurant und auch hier ist das Publikum anders als in den anderen Orten zuvor. Viele Arbeiter, viele Alte. Kaum Touristen.
Wir entscheiden, die Gegend per Auto zu erobern und machen uns auf den Weg zu einer der wenigen Sehenswürdigkeiten. In Sudbury gibt es das größte Nickelvorkommen von Kanada. Die Mine ist Hauptarbeitgeber. Leider kann man von der Mine selbst nicht sehr viel sehen und wir fahren weiter ins Umland. Kreuz und quer, einfach gucken. Irgendwann landen wir an einem Wasserfall. Da es gerade nur noch in Strömen regnet und nicht wie aus Eimern, wagen wir ein paar Schritte näher ran, mit Turnschuhen auf den nassen Felsen durchaus spannend.

Nach einer weiteren Runde querfeldein verziehen wir uns in Kino und sind leicht überfordert. Kino heißt hier Spielhallen, Restaurant und Partymeile, alles auf einmal. Es ist überirdisch laut, die Spielautomaten klappern endlos, überall Kinder und wir gehen in eine Abendvorstellung. Als dann auch noch Kinder, geschätzt 7 oder 8 mit in den Kinosaal kommen, zu einem Film, der alles andere als geeignet ist, kommen wir uns wieder so richtig spießig vor.

Auch die Kinovorschau ist so laut, dass ich mir die Ohren zuhalte und trotzdem noch alles verstehe. Nach dem Film stürmen dann alle zu ihren Autos und ich hab ein deja-vu. Wir stehen an, um vom Parkplatz runterzukommen. Das war in den 90ern in Neubrandenburg auch so, wenn man von der Collosseum-Disko auf die Hochstraße wollte. Während wir also mit runtergelassenen Fenstern und Musik voll aufgedreht darauf warten, irgendwann losfahren zu können, schwelgen wir in gemeinsamen Jugenderinnerungen.
17.8.14 15:30


Tag 9 - Sudbury

Tag 9 - Sudbury

Von Huntsville aus machen wir uns auf den Weg zur nächsten Station. Laut google maps sind es 280 Highway-Kilometer. Wir möchten aber lieber querfeldein fahren, also Highway ausschalten und schwupp sagt das Navi, dass es 1500 km werden. Wir sind begeistert und nehmen also doch die Highways. Wir arbeiten uns mit den erlaubten 80km/h Richtung Nordwesten. Auf so perfekt ausgebauten Straßen so langsam fahren zu müssen, ist schon wirklich eine Strafe für uns. Wir vertreiben uns die Zeit aber mit der Elchsuche. Die Strecke zieht sich ewig durch Wälder, wird aber felsiger, teilweise sind wir auf beiden Seiten der Straße von Felsen umgeben.

Wir stehen in einer Baustelle. Mitten in die Felslandschaft wird eine Straße reingesprengt. Eine nette Dame mit Bauhelm helt uns ein Stoppschild vors Auto und kaum stehen wir, explodiert knapp 100 Meter vor uns ein Teil des Felsens. 2 Bulldozer fahren hin, schieben die Steine beiseite und dann können wir durchfahren. In Gedanken gehen wir gerade die ganzen Absperrungen durch, die in Deutschland dafür nötig gewesen wären. Martin meint, das war so nah dran, dass man einen Tennisball reinwerfen konnte. Also bei ihm hätte das wahrscheinlich geklappt, mein Ball wäre wohl im Bulldozerfenster gelandet und hätte Kira geworfen, wäre die Dame mit dem Stoppschild außer Gefecht gesetzt worden.

Wir fahren aber weiter, ohne jemanden zu verletzen oder überdurchschnittlichen Schäden anzurichten und kommen in Sudbury an. Diese Stadt unterscheidet sich in so ziemlich allem von vorherigen Orten, die wir besucht haben. Sudbury ist eindeutig eine Arbeiterstadt, viele Hochhäuser stehen etwas mitgenommen aus. Unser Motel ist ok, liegt wie üblich direkt an einer vierspurigen Straße. Zu Fuß, es sind immernoch fast 30 grad, machen wir uns auf Richtung Wasser, da sieht es, wie in allen bisherigen kanadischen Parks extrem sauber und gepflegt aus. Es ist drückend schwül und etwas blauäugig gehen wir weiter nach Downtown, auf der Suche nach einem Eiskaffee. In der City sind wir dann beide leicht geschockt, die Innenstadt besteht aus einer Mall, einem Busbahnhof und mehreren Auffangbecken der Heilsarmee. 90 Prozent der Menschen sehen so aus, als hätten sie mit dem Leben schon abgeschlossen, ausgehungert, abgewrackt. Viele Menschen haben amputierte Beine. Auch die Mall zeigt, dass wir nicht gerade im reichsten Teil des Landes gelandet sind. Während in anderen Städten die Malls alle üblichen Markenläden vertreten waren, gibt es in Sudburys Mall nur Ramschläden, Klamotten für pfennigbeträge und ähnliches. Das Durchschnittsalter leiegt in der Mall so bei 65, 70 schätzen wir. Die Innenstadt selbst hat nichts weiter, was man sich anschauen könnte. Die Stimmung ist merkwürdig, vielleicht sehen aber auch wir das nur so. Aber wir fühlen uns einfach nicht wohl, nicht sicher und machen uns auf den direkten, am Highway entlangführenden Weg zurück ins Hotel. Dort forschen wir etwas nach zum Thema Arbeitlosenquote und so weiter, stellen fest, dass die Quote bei 7 Prozent liegt, fragen uns aber auch, wieviele der Menschen hier tatsächlich von ihrem Einkommen leben können.
16.8.14 18:52


Tag 6 bis 8 - Huntsville / Algonquinpark

Tag 6 bis 8 - Huntsville / Algonquinpark

Wir verlassen Niagara Falls und machen uns auf den Weg Richtung Norden. Wir kommen wieder an Toronto vorbei. Der Highway wird uns schnell zünde und wir biegen lieber auf kleinere Straßen ab. Entsprechend lange brauchen wir für die Strecke, sehen aber dafür tatsächlich nur Natur, leere Straßen, Kanada wie wir es uns vorstellen.

Wir landen in Huntsville, einem kleinen Ort direkt an einem See. Abends geht es in ein Restaurant mit Livemusik am Wasser.

Den nächsten Tag fahren wir in den Arrowheadpark.
Der ist verhältnismässig klein und wir haben einige der vorgeschlagenen Wanderrouten zusammengelegt, damit sich das losgehen überhaupt lohnt.
Wir kommen also im Park an und das Erste was wir sehen ist ein Schild "Bear Alert". Uns war ja durchaus klar, dass es hier Bären gibt, aber uns noch extra ein Schild vor die Augen halten, das hätte jetzt nicht sein müssen. Wir marschieren also los, ich stehe dazu ein Bär-schissen zu sein, mit einem 500erter Puls und extrem angespannten Ohren. Martin ist angeblich entspannt wie immer, aber auch sein Kopf dreht andauernd von rechts nach Links und so richtig ruhig wirkt er auch nicht. Wir "wandern" also mehr oder weniger gemütlich vor uns hin, als Martin auf einmal abrupt abbremst und mich an der Schulter packt. "Da" sagt er, ich bin inzwischen klinisch tot vor Schreck und schaffe es nur noch schwerlich in die gezeigte Richtung zu schauen. Und ich sehe ... Ein Eichhörnchen!

Die nächsten 5 Minuten verbringe ich damit, Martin einen meiner bekannten Vorträge zu halten, wie doof die Aktion gerade war und so weiter.
Dann kommt eine Familie an uns vorbei und wir beide sprechen ziemlich zeitgleich aus, dass die eindeutig gefährdeter sind als wir, schließlich kann ein Kind nicht so schnell laufen.... Wir atmen also auf und versuchen die Natur zu genießen. Wir haben einen Fluss und einen Wasserfall, schöne Felsen zum Rüberklettern und natürlich jede Menge Bäume.

Nach dem wandern gehen wir an den Strand und ab ins Wasser. Eiskalt, klar.

Am nächsten Tag dann erstmal Autohaus. Unser Mietwagen, 2400 km aufm Buckel nervt mit einer dauerleuchtenden Motorkontrollanzeige. Nicht so prickelnd bei den Entfernungen hier. Wir überlegen, welches der Autos wir als Souvenir mit nach Hause nehmen während die Werkstatt unseren Wagen durchcheckt. Die Lamdasonde ist futsch, grandios.
Wir können aber trotzdem erstmal weiterfahren sagen sie, also ab in den Algonquinpark. Der ist Viiiiiiel größer. An der schmalsten Ecke führt ein Highway durch, das sind schon alleine 55 km. Und im Norden sind viele Teile komplett unerreichbar außer zu Fuß. Wir leihen und ein Kajak aus und paddeln los. Auch hier sieht vieles so aus wie in Mecklenburg, nur eben viel größer. Die Bäume sind doppelt so hoch und es gibt Felsen am Ufer. Wir suchen nach Elchen und anderen Tieren, aber außer einem schwimmenden Streifenhörnchen und einem undefinierten Vogel sieht es mau aus. Es ist aber auch kein Wunder, selbst hier auf dem Wasser sind noch 28 Grad und die Sonne knallt. Wir kämpfen uns von Schattenplatz zu Schattenplatz, was gar nicht so einfach ist, weil ein großer Teil des Sees und auch der Inseln bewohnt ist. In einem Naturschutzgebiet stehen wahre Paläste. Einem neben dem anderen. Finden wir unlogisch, ist aber so. Und mittendrin immer wieder Camps, Girls Campus zum Beispiel, wo in vielen kleinen Hütten Mädels Ferienlager spielen. Und in jedem Camp wird gesungen. Nach 5 Stunden Dauersonne geben wir auf und das Boot wieder ab. Wir verziehen uns in unser Auto und fahren den Highway einmal hoch und wieder runter in der Hoffnung, doch noch ein paar Tiere zu Gesicht zu bekommen. Aber sie sind stur.

Also versuchen wir am nächsten Morgen noch einmal unser Glück, zu Fuß. Der Trail ist laut Karte 11 km lang und wird mit 6 Stunden veranschlagt. Wir können uns das einfach nicht vorstellen, 6 Stunden? Das sind ja nicht mal 2 km pro Stunde. Innerlich Schmunzeln wir beide und lassen auch durchaus ein bisschen den Großkotz raushängen.

Mit Insektenspray eingedieselt und mit 4 Litern Wasser geht es also los. Über Stock und über Stein, oft nur mit der vagen Vermutung wo der Trail langgeht, klettern wir uns vorwärts. Wir befinden uns mittendrin im Waldchaos, können kaum mehr als 10 Meter weit schauen. Selbst hier im tiefsten Urwald ist es so heiß, dass wir es kaum aushalten können. Zwischendurch kommen wir immer wieder an Teichen und kleinen Seen vorbei. Teilweise von "Biberhand" geschaffen. Es ist einfach nur traumhaft schön, aber eben oft auch Sonnengebiet und schon nach einer Minute haben wir das Gefühl zu verbrennen. Also schnell zurück in den Wald und weiter.

So geht es 8 km lustig weiter, kletternd, hüpfend, staunend. Dann irgendwann sind wir beide an dem Punkt, dass wir nicht mehr können. Unser Wasser ist fast komplett aufgebraucht und unsere Snacks geben auch nicht mehr so wirklich Energie. Wir stolpern uns weiter. Die meisten Wurzeln nehme ich inzwischen mit der Fußspitze statt mit den Augen wahr. Über die Lichtungen und Sonnenflächen legen wir schon wahre Sprints ein, nur um wieder in den Schatten zu kommen. Stünde jetzt ein Elch da, keine Ahnung, ob wir ihn überhaupt bemerken würden. Wir kämpfen uns vorwärts, halten uns an dem Gedanken fest, dass es nur noch 2 km sind. Als wir laut unserer Tracking-App bei Kilometer 11 ankommen, stehen wir allerdings immernoch im tiefsten Wald. Die Trailzeichen sagen aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Also weiterstolpern. Einmal biege ich falsch ab, Martin siehts zum Glück, keine Ahnung, wo wir sonst gelandet wären. Wir kommen nochmal an Seen vorbei und müssen nochmal hoch und wieder runter, ohne dass ein Ende in Sicht ist. Irgendwann nach 4 Stunden und 50 Minuten dann endlich der Parkplatz. Ich verkriech mich ins Auto, will nur noch nen Steak. Also geht es zurück nach Huntsville in ein Steakhaus mit dem Namen "3 Guys and a stove" = 3 Männer und ein Herd. Das Essen ist teuer, aber fantastisch und wir rechtfertigen uns mit den 1600 Kalorien, die wir gerade verbraucht haben. Um 7 sind wir zurück auf unserem Zimmer, um 9 schläft der eine, kurz danach der andere.
11.8.14 02:58


Tag 4 und 5 - Niagarafälle, der Ort mit den zwei Gesichtern -

Tag 4 und 5 - Niagarafälle, der Ort mit den zwei Gesichtern -

Morgens um 8 stehen wir vor unserem Torontoer Hotel und warten auf unser Auto.

Spätestens jetzt merkt man, dass wir mitten in Downtown stehen, Schlipsträger überall. Berlin ist ja schon ziemlich wuselig morgens, aber hier ist doch noch etwas mehr Trubel.

Wir fahren über Nebenstraßen Richtung Niagarafälle, vorbei an Weinreben und Farmland. Viele Kilometer sehen aus, als würden wir durch Mecklenburg fahren.

In Niagara Falls checken wir in ein Motel ein und machen uns auf den Weg Richtung Wasser. Vorbei an jeder Menge anderen Motels und Hotels landen wir auf einer Partymeile. Geisterbahn neben Frankenstein und Irgendwas mit Piraten. Daneben riesige Spielhallen und jede Menge Fressbuden. Es ist so laut, dass wir uns nur anschreien können. Frankenstein und nen Pharao schreien uns um die Wette an.
Die meiste Zeit halte ich mir die Ohren zu, weil mir alles zu schrill ist. Wir kämpfen uns durch die Menschen und stehen urplötzlich nach 300 Metern am Wasser mit dem direkten Blick auf die Wasserfälle. Auch hier sind noch viele Menschen, aber es ist ruhiger. Eindeutig angenehmer. Die Niagarafälle sind beeindruckend. Auf der einen Seite die Felsenwand der USA. Auf der anderen Felsenseite stehen wir in Canada. Mittendurch das Wasser in Tropengrün.

Am nächsten Morgen stehen wir um 9 an der Kasse und kaufen unseren Adventurepass, 4 Stationen rund um den Wasserfall.

Station 1: mit dem Boot mitten rein in die Fälle. Über Serpentinenwege geht es runter zum Wasser. Und wir dürfen uns in der Schlange anstellen.
Es geht vorwärts, bis genau vor uns zugemacht wird. Wir müssen auf das nächste Boot warten. Boot kommt an, 150 Menschen steigen aus, mehr oder weniger zügig. Mit einer Engelsgeduld warten die Angestellten, bis auch der letzte Passagier sich vorwärts bewegt. Nervig. Dann geht es für uns endlich aufs Boot. Mit rosa Ponchos bekleidet stellen wir uns direkt nach vorne, wollen ja schließlich was sehen. Das Boot macht sich auf den Weg, mitten rein in die Fälle. Wir bekommen den ersten Schwall Wasser ab, was wollten wir auch unbedingt vorne stehen. Die nächsten Minuten sind wir quasi in einer Riesen Dusche. Das Wasser kommt von allen Seiten und wir können kaum die Augen offen halten. Wir wurden also patschnass und konnten vor lauter Wasser keine Wasserfälle sehen. Als das Boot wieder beidrehte, war ich schon ein bisschen erleichtert, wieder Luft statt Wasser zu atmen. Wir können einen fantastischen Blick auf die Landschaft genießen. Es geht zurück zur Anlegestelle und dann ist der Spuk vorbei. Am liebsten würde ich mich direkt noch einmal anstellen. Aber wir haben ja noch mehr vor.

Station 2: Niagara Fury.

Wir laufen an den Fällen entlang, sehr froh, dass wir Sommer und Sonne haben und relativ schnell wieder trocknen. Wir stehen neben den Fällen, genießen den Ausblick und bekommen die nächste Portion Wasser ab. Es steigt so viel Wasser von den Fällen auf, dass es als Regen wieder herunter kommt, direkt auf uns. Wir gehen zur Station 2 und stellen uns mal wieder an.
Nach einer Weile geht es in einen Raum, und wir warten wieder. Einige Minuten später der nächste Raum uuuund, oh, warten. Ein Monitor geht an, wir sehen einen Trickfilm über die Entstehung der Niagarafälle. Danach geht es weiter in den nächsten Raum, wir stellen uns an den Rand, wieder mit einem Poncho bewaffnet, diesmal blau. Über eine Rundumleinwand "fahren wir mit einem Boot" Richtung Fälle, es wird windig, und zwar tatsächlich, es fängt an zu schneien, direkt auf uns. Wir "fahren" weiter, kommen mitten in einen Sturm und werden nass, mal wieder. So geht es noch eine Weile weiter, Martins Hose und Schuhe sind am Ende komplett durch.
Dann ist auch diese Runde vorbei.

Wir machen uns auf den Weg zu Station Nummer 3, ist im gleichen Haus, steht grad fast keiner an. Wir stellen uns zu den anderen in die Schlange um dann zu erfahren, dass wir noch nicht mit dürfen. Beim Kauf des Passes wurden wir direkt auf Zeiten festgelegt und wir waren zu schnell. Also wieder raus aus der Schlange und Zeit vertreiben. 20 Minuten später dürfen wir uns ganz offiziell anstellen. Vorne angekommen weißt man uns darauf hin, dass unsere Schlange die nächste nebenan ist. Also wieder anstellen. 10 Minuten später geht es vorwärts, 20 Meter, und dann stehen wir wieder. Es geht noch einmal weiter bis zum Aufzug. Genau bei uns wird die Strippe zugezogen, wir warten. Mit dem überüberübernächsten Aufzug geht es nach unten, in den Felsen hinein. Platzangst sollte man in den dunklen Tunneln nicht haben. Im ersten Gang stehen wir direkt hinter dem Wasserfall. Man sieht nichts, gar nichts. Nur weiß, das Wasser kommt mit so einer Geschwindigkeit runter, dass man erstens nur eine weiße Wand sieht und zweitens sein eigenes Wort nicht versteht. Ab und zu kommt ein heftiger Schwall Wasser in unsere Richtung. Aber tatsächlich werden wir mal nicht nass. Weiter zum nächsten Tunnel, eine lange Schlange. Wir arbeiten uns Stück für Stück vorwärts. Um die Ecke herum sehen wir das gleiche Bild wie im Tunnel davor, weiße Wand, jede Menge Wasser. Und dafür haben wir angestanden? Verrückt. In Deutschland wäre ich ja erst einmal an der ganzen Schlange vorbeigeflitzt, um zu schauen, wofür ich eigentlich anstehe, aber hier kommt das einer Revolte gleich. Keiner außer uns stellt den Sinn in Frage.
Aus einem anderen Tunnel heraus kommen wir auf eine Plattform, ohne Anstehen! Neben uns ist direkt der Rand vom Wasserfall, hinter dem wir eben noch standen. Der Ausblick ist der Hammer, einfach nur grandios. Wir werden diesmal auch nur ein bisschen nass, aber unsere Ponchos, diesmal grün, helfen.
Wir machen uns auf den Weg zurück und stellen uns mal wieder an, für den Aufzug, der uns nach oben bringt.

Station 3 ist erledigt um kurz nach 1 und wir können erst um 3 bei der nächsten Station aufschlagen. Wir nutzen die Zeit und wandern weiter an den Fällen entlang. Bevor sich das Wasser in die Tiefe stürzt, rast es an kleinen Inseln und jeder Menge Felsen vorbei. Superschön und vorallem superstill. Hierhin haben sich nicht wirklich viele Touristen verirrt.

Mit dem Bus machen wir uns auf den Weg zu Station 4: Wild Water Walk.
Wir sind schon wieder zu früh, dürfen uns noch nich anstellen.

Schauen wir uns statt dessen eben einen buddhistischen Tempel nebenan an.
Und stellen uns 20 Minuten später wieder an. Mir brennen von dem ewigen auf-beton-schlangestehen die Füße und ich setz mich auf den Fußboden, als einziger bei ungefähr 50 Menschen die da stehen. Wahrscheinlich breche ich damit wieder 50 Regeln, aber das ist mir egal.
Wir arbeiten uns nach vorne und stehen wieder vor einem Aufzug. Und WIEDER wird genau vor uns der Aufzug zugemacht und wir dürfen erst den nächsten nehmen. Ich schieb es auf Martins schlechtes Karma. Wieder geht es nach unten, diesmal ohne Ponchos. Auf Holzwegen geht es direkt am Wasser entlang, tolle Kulisse und mal kein Beton. Wir genießen die Natur um uns und machen uns dann auf den Weg zurück nach oben, inklusive Schlange am Lift und später noch einmal Schlange am Bus.

Wir sind breit, durch, unzurechnungsfähig. So schön dieses Naturschauspiel auch ist, die Durchtaktung unseres Tages, das artig in der Reihe stehen, die klaren, fast Befehlstonartigen Ansagen des Personals passen einfach nicht zu unserer Vorstellung von Urlaub und Freizeit.

Wir bedauern den bitteren Menschenmassen-abfertigungs-Beigeschmack und versuchen noch ein bisschen die Kulisse zu geniessen bevor wir abends um 8 tot umfallen.
9.8.14 02:53


Tag 2 und 3 - Sightseeing -

Tag 2 und 3 - Sightseeing -

Morgens um 1 bin ich wach, hellwach. Oh sieh an, Martin auch. In Deutschland ist Frühstückszeit, kein Wunder, dass wir wach sind. Martin dreht sich einmal um, schläft weiter, ich schau mir im TV Hang-over an.

Irgendwann schlaf auch ich wieder ein. Bis 5, da ist es dann endgültig vorbei. Wir schlachten die Minibar ( Kekse und Kaffee) und warten darauf, dass es endlich 7 Uhr ist, damit wir zum Frühstück können. Das Buffet ist super, selten so viel Auswahl gesehen. Die Anzahl der Mitarbeiter, die herum wuseln ist beeindruckend, jeder deutsche Gastronom wäre neidisch.

Unsere Koffer sind inzwischen auch aufgetaucht und wir legen mit unserer Touritour los. Am See entlang geht es Richtung CN-Tower. Dort auf 340 m Höhe dann einmal Rundumblick.

Toronto besteht aus Wolkenkratzern und typischen britischen kleinen Häuschen. In vielen Straßen sehen die Häuser so aus, als wären sie seit ihrer Erbauung vor 100 Jahren nicht mehr renoviert worden.

Den ersten Tag verbringen wir damit, Downtown abzuklappern. Am See entlang, durchs Finanzeck, Chinatown. Wir kommen auf knapp 16 km zu fuß. Um 9 sind wir wieder tot im Hotel, geben uns dem Jet-Lack geschlagen und schlafen. Bis um 1, da bin ich wieder wach.

Am zweiten Tag nehmen wir das Auto, raus aus Downtown, Randbezirke abklappern. Wolkenkratzer und kleine Häuschen wechseln sich immernoch ab. Wir entdecken den Einfamilienvilla-mit-Park-Stadtteil und gefühlt 100 m weiter die nächsten Wolkenkratzer. Es verschlägt uns in eine Mall, wir spielen Preisevergleichen. Schuhe sind inzwischen teurer als bei uns. Dafür ist die Auswahl riesig. Calvin Klein und Co aber sind beeindruckend günstig. Sehr widersprüchlich.

Abends gehen wir Richtung Hafen, eine alte Brauerei umgebaut zum Künstlereck.

Morgen geht es weiter zu den Niagarafällen und wir sind doch etwas froh, aus der Stadt rauszukommen.
6.8.14 02:51


Auf geht's nach Canada Teil 2

In Toronto angekommen, geht es wieder kreuz und quer Richtung Gepäck. Vorher dürfen wir der Kanadischen Einwanderungsbehörde Rede und Antwort stehen, aber das kennen wir ja nun schon.

Erfolgreich überstanden, geht es weiter zum Gepäck, also dahin, wo das Gepäck sein sollte, aber eben nicht ist. Trotz Brille putzen taucht es nicht auf. Wir machen Meldung und erfahren. Die Koffer kommen nach, sagt man uns.

Nächste Station Mietwagen. Die Dame am Counter versteht unsere Führerscheine nicht und amüsiert sich köstlich über unsere Passfotos. Irgendwann sitzen wir dann im Auto, Adresse vom Hotel im Navi eingegeben und los... Soweit man losfahren kann, wenn das Navi einem nicht verrät, wo man lang muss. Martin gewöhnt sich an die Kanadischen Verkehrsregeln während ich versuche, das Navi zu besiegen. Irgendwann dann sind wir tatsächlich auf dem richtigen Weg, fahren 10 km und landen im Stau. Die nächsten 5 km sind dann perfekt zum Fotos machen geeignet, wir brauchen fast 2 Stunden. Aber immerhin können wir dabei super Musik genießen, am Strand ist Salsa-Fest, die Mädels sehen aus wie beim Brasilianischen Carneval, nur besser genährt.

Um 20 Uhrzeit ( 2 Uhr Berlinzeit) erreichen wir dann das Hotel, gefühlt Minimum 6 Sterne. Im Hotelzimmer dann die Frage, wo wir noch etwas zu essen herbekommen. Aber bevor wir das ausdiskutiert hatten, waren wir auch schon eingeschlafen.
3.8.14 02:42


Auf geht's nach Canada

Airport Berlin

Um 5 aufgestanden.

Ziemlich verpennt, die letzten Nächte waren eindeutig nicht besonders schlafintensiv.

Am Airport dann die Zeit mit Schnitzeljagd per iPhone vertrieben.
Securitybereich wie gewohnt überstanden, heißt, Martin wurde einmal komplett auseinander genommen, ich nicht.

Mal schauen, wie es dann in Chicago wird.

Supermüde, hoffentlich kann ich schlafen in der Luft.

Im Flieger verstehe ich dann auch warum Martin von der Holzklasse sprach, hab mir ja gedacht, dass nicht wirklich viel Beinfreiheit sein wird, aber genau genommen wurden diese Flieger für Hobbits geplant, anders kann ich mir das nicht erklären. Stell ich mir also kurz vor, wie Frodo und die Zwerge per Flugzeug zu Sauron reisen, wäre bestimmt schneller gegangen. Nur, wie sie durch die Security gekommen wären weiß ich noch nicht so ganz.

Wir sind noch nicht mal gestartet, da schläft Martin schon, wie unfair.

In der Luft versuche ich, einen Blick aus dem Fenster zu ergattern, über die Köpfe der zwei Amis hinweg, die da sitzen. Am Tiergarten und Fernsehturm geht es vorbei, tschüss Berlin, Hallo 8,5 Stunden stillsitzen.

Erwähnte ich schon, dass Martin den Fernsehturm verschlafen hat?

Martin war Gentleman und überliess mir den Gangplatz. Also Beine ausgestreckt, Film an und schwups, Stewardess stolpert über mich.

Das Filmprogramm war wirklich sehr gut. 12 years a Slave stand eh auf meiner Liste und danach dann 5 Folgen von House of cards, die gibt es in Deutschland noch nicht kostenlos.

Zwischendurch wieder über die Ami-Köpfe hinweg ein Blick aus dem Fenster.

Ich sehe Eis, viel davon. Wir überfliegen gerade Grönland. An der Küste dann Klippen mit Wasserfällen, oder eher Schneefällen. Die Amis amüsieren sich inzwischen köstlich über mich, könnte daran liegen, dass ich wie ein kleines Kind Martin antippe: "schau mal hier, schau mal da", der ist beeindruckt wie immer.

Das Essen im Flieger ist super, lange nicht so ein gutes Hähnchen gegessen.

Landung in Chicago soll 12:30 Ortszeit sein, wir freuen uns über jede Minute, die die wir während des Fliegens rausholen, unser Anschlussflug nach Toronto geht um 13:45 und wir müssen in Chicago

1. durch die einwanderungsprüfung
2. unser Gepäck abholen
3. durch den Zoll
4. Gepäck wieder aufgeben
5. durch die Security
6. an Board gehen.

In Tegel wäre dies ja zeitlich alles machbar, aber in Chicago reist man per Magnetschwebebahn von einem Terminal zum anderen. Und innerhalb des Terminals läuft man nochmal Kilometer.

Wir stehen also erstmal Schlänge bei der Einwanderung. Die Chinesin, die vor uns dran ist, wird auf nette Weise aufgefordert, mitzukommen in einen bewachten Raum. Ich habe eindeutig zu viele Ami-Polizei-Filme gesehen, mein Puls geht auf 270 und ich komme mir vor wie ein Schwerverbrecher.
Schnell geh ich noch einmal meine Vergangenheit durch, was hab ich alles so angestellt, was die Amis nicht so super finden könnten?
Aber wir überstehen die Prüfung, Atmen durch und flitzen zum Gepäck.

Das wartet schon auf uns, also weiter. 50 Gänge rauf und runter kommen wir beim Zoll an "Any fruits, Alkohol?" "Nope!" Weiter zur Gepäckabgabe, ein zentraler Platz für alle die weiterfliegen, egal in welche Richtung.
Wir verabschieden uns gedanklich schon mal von unseren Koffern, unvorstellbar, dass die rechtzeitig beim Flugzeug sind.

Wir spielen also weiter "lauf Forrest lauf" und zeigen, dass wir als Berliner wissen, wie man sich durch Menschenmengen durchdrängelt. Touristen sind halt doch überall gleich.

Am Gate angekommen wird uns schon entgegen gerufen: "Toronto? Directly there!" Wir springen an Board, als letzter Passagier. Die Stewardess sagt schon bescheid, dass alle da sind, naja, bis auf einen, den Kapitän. Der kommt nämlich 15 Minuten zu spät. Wir starten also mit Verspätung in einer Maschine mit knapp 40 Sitzplätzen. Aber immerhin kann ich diesmal direkt am Fenster sitzen und staunen.

Chicago? Eine riesige Stadt mit lauter kleinen Einfamilienhäusern und jede Menge Baseballfeldern.

Direkt am See Strände und dann lange nichts als Wasser. Irgendwann mal wieder ein paar Häuser und es geht abwärts.

Und den Rest gibt es später...
2.8.14 02:35





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